Ein eindringlicher, dringlicher Roman

 

Als Gerda während ihres Studiums in Australien Besuch von ihren Eltern bekommt, deutet noch nichts darauf hin, dass sich ihre Eltern später selbst in Down Under niederlassen würden – sie kaufen eine Farm in Guwarra Heights. So gerne sich Gerda dort aufhält und den Eltern bei der artgerechten Aufzucht von Hühnchen hilft, so sehr zieht es sie zurück nach Bern, wo sie lebt und arbeitet. Anders verhält es sich Monate später.
Über Neujahr zu Besuch in Guwarra Heights, brechen infernalische Feuerbrünste über das Land herein, haushohe Feuerwalzen rollen über Wald und Flur, Australien ist im Ausnahmezustand. Auch die Farm droht den Flammen zum Opfer zu fallen. Das Stück Rasen vor dem Haus ihrer Eltern wird zum Refugium für Wildtiere, Vögel, Kängurus und Reptilien. Dieses verzweifelte Beieinander der Tiere, sonst Jäger und Gejagte, prägt sich Gerda ein: Ein Bild von den Folgen der Erderwärmung, der Ignoranz im Umgang mit der Klimakrise. Zurück in der Schweiz ist Gerda verzweifelt. Ihre Sorge um die Natur, ihre Zuneigung zu Flora und Fauna steigern sich zu einem umfassenden Lebensgefühl, und sie ist bereit, persönliche Konsequenzen zu ziehen. Ein rettendes Stück Rasen bräuchte sie jetzt auch für sich selbst …
Marianne Künzle beschreibt in ihrem neuen Roman die schwierige Balance von Gewissen und Tat. Was ist richtig, und was ist für mich richtig? Die sinnliche Beschreibung von Tieren und ihrer Lebensart schmiegt sich nahtlos an die große Katastrophe – die persönliche und die der Umwelt.

Oder in der Buchhandlung Ihrer Wahl.